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Endspurt Online – Landtagswahl in Thüringen 24. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Thüringen.
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Die Internetseite der http://cdu-thueringen.de/ ist optisch ansprechend und übersichtlich strukturiert. Den Wahlslogan „Hauptsache Thüringen“ findet man aber erst nach genauerem Hinsehen.  Für Interaktiviät soll wohl das http://www.team-thueringen.de/ herhalten. Hier findet man die interaktive Wahlkampfplattform der CDU Thüringen. Leider als geschlossene Gesellschaft, (fast) alles nur mit Anmeldung zu sehen – schade. Keine Hinweise auf das Team Thürigen in den offenen sozialen Netzwerken. So überzeugt man niemand. Die Seite des Spitzenkandidats http://www.dieter-althaus.de/ zeigt wenig konzeptionelle Veränderungen zum letzten Test, immer noch die rotierenden Strahlen,  mir gefällt das immer noch nicht.

Die SPD will mit www.thueringen09.de  die „Neue Kraft für Thüringen“  sein (ich dachte, die Kraft hätte die CDU im Bund gepachtet???) YouTube, Twitter, Facebook, Flickr sind eingebunden. Alles schön übersichtlich und auf den Wahlkampf zentriert. Die Seite des Spitzenkandiaten www.christoph-matschie.de hätte allerdings auffälliger verlinkt werden können, auf jeden Fall finde ich nun eine erheblich verbesserte Seite, mit dem aktuellen Tweet als Sprechblase und Links zu allen sozialen Netzwerken. Schön gemacht.

Die FDP will „Thüringengerecht“ sein oder werden?  Unter  www.fdp-thueringen.de  findet sich ein Twitterfeed mit unterschiedlichen Twitterern, allerdings mit komischer Auswahl – Solms ist doch kein Thüringer? Links zu den sozialen Netzwerken (Twitter „Follow me“  führt allerdings zum Generalsekrtär P. Kurth) sind schön eingebunden. Ansonsten wirkt es alles noch etwas unstrukturiert, die Grafiken sind ab und an recht pixelig.  Insgesamt wenig Focus auf Landtagswahl, alles ist mehr auf den Bundestagskandidaten und die Bundestagswahl ausgerichtet. Die Verlinkung zum Spitzenklandidat zur Landtagswahl ist dann entsprechend unaufällig und  www.uwe-barth-thueringen.de  eine lieblos gemachte Seite aus dem Baukasten, es gibt keine Einbindung von sozialen Netzwerken oder Interaktivität. Das passt so gar nicht zu der Seite des Landesverbandes.

B90/Die Grünen haben mit http://www.sommergruen.de/ eine typisch grüne Seite im Netz. Und „Alt raus – GRÜN rein!“  ist doch mal ein Slogan, treffend und witzig! Viele Videos sind hier zu finden und eine unscheinbare (und als solches kaum zu erkennende) Einbindung eines Twitter-Feeds. Die Kandidaten verweisen bei ihrer persönlichen Vorstellung teilweise auf ihre Facebookseite. Insgesamt wirkt die Seite etwas unausgegoren. Die Spitzenkandidatin  Astrid www.rothe-beinlich.de  verlinkt auf ihrer persönlichen Seite lediglich auf Twitter, allerdings wieder ohne direkte Einbindung. Mehr an Interaktivität ist ist dann auch nicht mehr zu finden.

Die Seite www.die-linke-thueringen.de  ist gleich auf Wahlkampf und ihren Spitzenkandidaten eingestellt. So schön verlinkt hat sonst keine Partei auf ihren Spitzenkandidaten. Unter „vernetzt“ findet sich beiden Modulen links ebenfalls ein unscheinbarerer Hinweis auf die Linke Thüringen in den sozialen Netzwerken. Ganz unten dann noch ein etwas schönerer Hinweis auf den Youtube Kanal.  An der Seite vom Spitzenkandidaten der Linken http://www.bodo-ramelow.de/ hat sich in den letzen Monaten nicht viel geändert, ein nettes Blog mit etwas zu versteckten Links auf Aktivitäten des Kandidaten in den sozialen Netzwerken. Er bleibt damit der einzige Spitzenkandidat der sich auf seiner Internetseite auf eine direkte Kommunikation einlässt.

Endspurt Online – der Landtagswahlkampf im Saarland 12. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Saarland.
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Nur noch wenige Tage bis zur Landtagswahl im Saarland. Ein Grund noch mal einen Blick auf die Internetseiten der fünf im Bundestag vertretenen Parteien werfen:

Die CDU tritt mit dem Slogan „Wenn´s drauf ankommt“ an – naja, kein Brüller und wenig aussagekräftig.  Die Vorliebe zum Apostroph scheint im Saarland ja verbreitet zu sein (siehe SPD-Slogan), ob es an der Nähe zu Frankreich liegt? Die Seite der www.cdu-saar.de ist nicht weltbewegend, aber immerhin ist dort auch ein wenig Wahlkampf zu sehen, bzw. hat man beim Ansteuern dieser Adresse die Wahl zwischen der CDU-Seite und der Seite des Spitzenkandidates www.peter-mueller.de. An dieser Seite hat sich vom Konzept her nicht viel in den letzen Monaten verändert (das Element mit den „bewegten“ Elementen ist für mich eher ein Rückschritt), leider fehlen einige aktuelle Verlinkungen gerade im interaktiven Bereich. Auf die eigene Seite des Webcamps des Peter Müller Teams wird nach meiner Meinung nicht ausreichend hingewiesen. Die Seite des Webcamp www.pmt09.de ist übersichtlicher strukturiert, Twitter und FlickR sind direkt eingebunden. Hinweise auf Gruppen in sozialen Netzwerken (Schwerpunkt wkw mit über 1800 Mitgliedern) sind vorhanden (bei wkw nicht richtig verlinkt), wobei Facebook weiterhin ausgespart bleibt und Peter Müller selbst weiterhin nirgends aktiv zu sein scheint.

Der Slogan  der SPD „Wir machen´s“ wirft für mich Fragen auf,  was wollen sie den machen? Machen sie es mit der Linkspartei, oder was??? Die Abkürzung WMTeam finde ich auch nicht wirklich gelungen, das ist einfach besetzt und passt nicht zueinander. Die Seite der Partei unter www.spd-saar.de wirkt wie eine gute Wahlkampfseite, es gibt  eigene Kategorie für die Landtagswahl, den Spitzenkandidaten (Link) und die Bundestagswahl. Die Seite ist nicht überfrachtet und hat ganz oben und ganz unten eine Leiste mit alle Social Network Verlinkungen und anderen netten Anwendungen. Im Zentrum aber immer der Spitzenkandidat www.heiko-maas.de, der „neue Mann“ (das mit dem „neu“ kennen wir noch aus Hessen, ich habe nie verstanden, was daran werbewirksam sein soll). Seine persönliche Seite hat sich vom Prinzip seit der letzten Betrachtung auch nicht mehr viel verändert. Verlinkungen zu Social Networks und die Einbindung der Tweets wurden noch eingefügt. Heiko Maas setzt neben wkw (Gruppe über 1600 Mitglieder)  auch auf facebook und ist in beiden Netzwerken auch persönlich (bei wkw über 1900 Bekannte) vertreten. Warum wkw hier genau so schlecht verlinkt ist, wie beim Peter Müller Team ist mir wirklich ein Rätsel.

FDP – „Politik für dich“, ob das der Slogan sein soll? Und ob das Duzen bei allen Wählerschichten ankommt?   Auf jeden Fall sind die Testimonials auf der Startseite von www.fdpsaar.de im Memory-Design eher peinlich, eine Flucht ist nur über einen kleinen Link zu eigentlichen Seite möglich. Die anderen Inhalte hinter den Memory-Feldern (unter anderem auch Links zu sozialen Netzwerken)  findet dann auch nur ein fortgschrittener Nutzer, der sich von den Testimonials nicht abschrecken lies (so ging es mir zunächst). Die klassisische Seite dann hat nach meinem Empfinden eine chaotische Stuktur, es findet sich kein Hinweis auf Wahlkampf. Auch kein promineter Link zur Seite des Spitzenkandidaten www.christoph-hartmann.net – den mußte ich erst googeln. Seine Seite ist etwas übersichtlicher, aber die Verlinkungen zu Social Networks sind bei Kontakt versteckt. Nur die Tweets und Facebook sind auf der Startseite – allerdings etwas ungklücklich – eingebunden.

B90/Grüne – mit dem Slogan „Zeit für Veränderung“, der für eine Oppositionspartei wohl immer passt. Die Seite der Partei unter http://partei.gruene-saar.de/ ist ziemlich altbacken, da ist wohl mal ein Relaunch fällig. Aber es wird immerhin auffällig hingewiesen auf die Wahlkampfseite http://saarland-veraendern.de/, die sich im Design der Bundespartei präsentiert (ich kann mich mit diesem unruhigen Hintergrund einfach nicht anfreunden), unglücklich angeordnete Elemente, denn auf den Folgeseitensind erst nach runterscrollen die Twitter und FlickR Elemete sichtbar. Aber immerhin gibt es sie.

Die Linke hat unter www.dielinke-saar.de  eine klassiche Seite aus dem Baukastensystem der Partei mit zentralem Hinweis auf den Wahlkampf und die Wahlkampfseite www.oskar-waehlen.de -ob das der Slogan ist? Die Seite hat auf jeden Fall ein paar Verlinkungen zu Social Networks (wkw auch hier blöd verlinkt), Twitter wird jedoch wohl nicht genutzt. Die persönliche Seite von http://www.oskar-lafontaine.de (dazu habe ich ja im Kommentar vom 30.07.09 zum meinem Artikel vom April etwas gesagt – das Baguette-Foto ist für mich immer wieder ein Brüller) wird nun auf die Wahlkampfseite umgeleitet, das war vor 2 Wochen noch nicht so und sicherlich eine vernünftige Maßnahme.

Spitzenkandidaten im Netz, Teil III Landtagswahl in Thüringen 19. April 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Thüringen.
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Dieter Althaus (CDU, MP), Christoph Matschie (SPD) und Bodo Ramelow (Linke)  – alle haben persönliche Internetseiten, die auf den ersten Blick Web 2.0 tauglich scheinen. Soweit also schon mal alles besser als in Sachsen.

Dieter Althaus hat sich beim Design leider sehr am Obama-Design orientiert, was in den einschlägigen Kreisen auch schon ausgiebig diskutiert und kritisiert wurde. Schön ist das nicht geworden, vorallem die rotierenden Strahlen in dem Bürgergeldmodul – das geht gar nicht. Hinweise zu klassischen Social Media Plattformen sind nicht zu finden, dafür gibt es das Team Thüringen als eigenständige Plattform – ob das wirklich jemand braucht? Der Blog ist auch wenig interaktiv, bisher keine Kommentarfunktion. Aber das kann, wie auch der dünne bisherige Inhalt, dem Gesundheitszustand von Herrn Althaus geschuldet sein.

Christoph Matschie setzt auf klassisches SPD Desgin, das auf den ersten Blick noch etwas unstrukturiert scheint. Gerade der Startseite  fehlt der rote Faden. Schön gworden ist der persönliche Text zum Werdegang. Christoph Matschie twittert, was auf der Seite direkt eingebunden ist. Links zu Facebook, Flickr, Youtube sind hier auch sofort zu finden. Aktuelle Videos sind direkt eingebettet, etwas unglücklich allerdings. Ganz versteckt in einem Untermenü hat sich das Team Matschie, das eine  Bürgersprechstunde anbietet. Das machte mich neugierig. Leider erweist sich diese Sprechsunde nur als Hinweis auf sein Wahlkreisbüro. .

Bodo Ramelow hat eine sehr schöne, aufgeräumte Internetseite. Auf den ersten Blick wirkt sie recht interaktiv.  Schön ist  sein Blog, das Tagebuch, mit sehr vielen Artikeln (seit Juli 2008). Hinweise auf die neuen Artikel auch sind fast auf jeder Unterseite zu finden, das spricht für den Blog als ein zentrales Element der Seite. Die (wenigen) Kommentare zu den Artikeln werden auch meist beantwortet, das ist vorbildlich. Allerdings ist aus einem Kommentar herauszulesen, dass nicht alle Kommentare freigeschaltet werden, was hier sogar von einer Genossin kritisiert wurde. Der Unterpunkt „Fragen an Bodo“ erweist sich nur als schlichtes Kontaktformular.

Spitzenkandidaten der Landtagswahlen im August – Teil 2 Sachsen 17. April 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, sachsen.
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Über die Spitzenkandidaten Stanislaw Tillich (CDU, MP) und Thomas Jurk (SPD, Wirtschaftsminister)  und André Hahn (Die Linke) sind leider nicht viele Worte zu verlieren. Anzumerken ist noch, dass Herr Jurk wohl kein ernsthafter MP-Kandidat ist, da seine Partei bei der letzten Wahl nicht über 10 Prozent der Stimmen gekommen ist

Tillich hat eine persönliche Internetseite ohne interaktive Elemente, alles in einem Stil von vorgestern. Einzig die persönliche Form des Lebenslaufs ist ansatzweise ansprechend. Und warum die CDU plötzlich hellgrün ist? Nur wegen der Bestuhlung im Landtag? Bei der CDU wird es doch sicher auch Richtlinen für ein Corporate Design geben.  Also, diese Seite geht gar nicht, schon gar nicht in Wahlkampfzeiten.

Thomas Jurk und André Hahn haben keine eigene Internetseite. Thomas Jurk hat aber seinen Namen als Domain durch die SPD Sachsen sichern lassen, ob André Hahn im Besitz einer Namens-Domain ist, war bei einer kurzen Recherche nicht zu erkennen. Ihm wird auf der Internetseite der Linkspartei Sachsen eine größere Plattform geboten, aber ob das ausreicht? 

Der Wahlkampf hat in Sachsen wohl noch nicht begonnen, wenigstens nicht im Internet.

Spitzenkandidaten der Landtagswahlen im August 2009 – Teil 1 Saarland 16. April 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Saarland.
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Saarland, Sachsen, Thüringen – hier wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt. Nur noch ein knappes halbes Jahr bis dahin, also schon mal ein Grund sich die Internetseiten der Spitzenkandidaten anzusehen.Ich werde mich  zunächst bei allen Bundesländern auf die Kandidaten der größeren Parteien (in diesen Fällen,  CDU, SPD und Linkspartei) beschränken. Die Internetseiten der Parteien (und dann eben komplett) werde ich aber zu einem späteren Zeitpunkt betrachten.

Zunächst also das Saarland: Hier treten der MP www.peter-mueller.de (CDU) und der Kandidat der SPD www.heiko-maas.de gegeneinander an. Hinzu kommt ein prominenter Kandidat der Linkspartei: Oskar Lafontaine.

Peter Müller setzt auf ein eigenes, sehr einfach gehaltenes Desgin, weniger im üblichen CDU Stil, durch die verwendeten Farben ist der Bezug zur CDU durchaus erkennbar. Die Seite von Peter Müller hat viele interaktive Elemente, es gibt einen Video-Blog, man kann Herrn Müller Videos senden, ein Banner für die eigene Seite in den Sozialen Netzwerken runterladen usw. Beim Netzwerken setzt Peter Müller mit seinem Peter-Müller-Team ganz auf www.wer-kennt-wen.de, dass im Saarland in allen Altergruppen und Regionen eine Rolle spielt. Mit dem Team umgeht er allerdings die direkte Vernetzung mit seinen Wählern.

 Interessanterweise wird www.peter-müller.de wird auf die Internsetseite der Bundes-SPD weitergeleitet – da hat wohl mal ein Verantwortlicher geschlafen und ein SPD-Wähler/Mitglied zugeschlagen – ziemlich blöd.

Heiko Maas hat auch keine Seite in einem typsichen SPD Design, sehr Bildlastig – was leider aufgrund der gewählten Fotos nicht immer besonders glücklich ist. Heiko Maas hat einen Videoblog und schreibt (lässt schreiben?) in seinem Blog maasarbeit (schönes Wortspiel). Hinweise auf soziale Netzwerke sind jedoch nicht zu erkennen. Gut ist jedoch die Möglichkeit das Wahlprogramm diskutieren und evtl. verändern zu können. Warum kein Hinweis auf den Twitter von Heiko Maas da ist, ist mir unverständlich.  Die Seite der SPD Saar ist da wesentlich interaktiver, aber das kann ja auch bei Heiko Maas noch werden.

Oskar Lafontaine hat keine eigene Internetseite, er hat lediglich eine Kurzvorstellung auf der Internetseite der Linksfraktion im Bundestag aufzuweisen. Da ist wohl noch Nachholbedarf. Seinen Namen als Domain hat er sich wenigstes sichern lassen.

Rückblick Wahlkampf Hessen 2009 16. Februar 2009

Posted by Sylvia Braun in Hessen, Landtagswahl, Website.
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Der Landtagswahlkamf in Hessen 2009 war durch die hessischen Verhältnisse und die Kürze der Vorbereitungszeit sicher ein ungewöhnlicher Wahlkampf. Bei manchen Parteien war waren schon Ansätze für das Interner zum Mitmachen zu erkennen. Aber sicher alles noch ausbaufähig.

Die CDU hat mit dem Webcamp09 mit einem interessanten Konzept recht spät den Einstieg in den Internetwahlkampf geschafft. Nach eigenen Angaben auf ehrenamtlicher Arbeit beruhend, hat es sich bei dem webcam09 um ein Portal mit Schwerpunkt Video gehandelt. Ob sich wirklich jemand das alles angesehen hat? Mir hat gut die Dastellung der Motivation der Mitwirkenden gefallen. Warum ein junger (und teilweise gutaussehender) Mensch sich für die Junge Union/die CDU/Roland Koch engangiert, das fargen sich vielen und haben darauf zahlreiche Antworten bekommen. Das wirkt echt und sympatisch. Das webcamp hat getwittert und gebloggt, alles soweit eine prima Sache. Dass die reguläre Internetseite der CDU Hessen weiter sehr statisch und wenig interaktiv daher kommt, ist dabei sehr schade. Auf jeden Fall ein gutes, ausbaufähiges Konzept.

Die SPD hatte ein ganz anderes Problem: wie mache ich einen bisher unbekannten Spitzenkandidaten mit komischem Nachnamen bekannt. Das wurde bestens gelöst. Die Marke TSG prägte sich ein und kam sehr sympatisch daher. Schäfer-Gümpel präsentierte sich in den sozialen Netzwerken und sammelte hier Unterstützer und fand Aufmerksamkeit. Der Video-Dialog auf seiner Website war mir persönlich zu langatmig, aber nett gedacht. TSG war fleißg am twittern, im Original wie als Kopie. Wobei die Kopie sicher mehr Interessenten fand und dadurch einen größeren Werbeeffekt erzielt wurde – sehr clever gemacht. Der reguläre Internetseite der SPD Hessen kam auch in Wahlkampfseiten mit ihrer wenig ansprechenden Gestaltung daher. Dafür gab es aber interessante Sachen, wie das unkomplizierte Kaufen einer Großfläche und das sehr schöne Spendenmodul.

Die FDP hatte versucht auf Themen zu setzten. Von der plakativen Startseite wurde direkt auf die Themenkomplexe verwiesen. Der Rest der Wahlkampfseite war optisch nicht wirklich ansprechend, sehr statisch und wenig interaktiv – mal abgesehen von einer Viedogrußbotschaft, die sich jedoch nicht auf der Wahlkampfseite direkt befand. Er gab eine Online-Spendenmöglichkeit über paypal.

Die Grünen haben auch erst sehr spät auf Wahlkampf umgeschaltet und sehr spät nach der Wahl wieder zurückgeschaltet. Und wieder haben sie bei der Gestaltung wenig gestalterisches Geschick gezeigt- wobei das zur LTW 2008 noch viel schlimmer war. Auch hier gibt es Videos des männlichen Spitzenkandidaten, die Spitzenkandidatin ist fleißig am twittern, was nicht immer wirklich interessant war, nichts desto trotz eine gute Idee. Leider ging sie im Wahlkampf generell etwas unter, da alles auf den männlichen Spizenkandidaten fokusiert war.

Die Linke hatte einen unspektakulären Auftritt, nicht interaktiv und wahnsinnig attraktiv. Eine solide Seite von gestern. Hier kann sich die junge Fraktionsvorsitzende mal für die Zukunft einbringen.

An überparteilichen Internetseiten sollen noch hr-online.de und kandidatenwatch.de hervorgehoben werden.

hr-online hatte recht früh eine sehr schöne Seite zur Landtagswahl eingerichtet. Aktuelle Meldungen, ein Blog mit Vertretern der 5 Parteien, Vorstellung aller Kandidaten, Verweise zu twitter und anderen interaktiven Portalen. Zur Wahl dann alle Zahlen schnell und übersichtlich, Analysen und Videos vom Wahlabend. Ein sehr gelungenes Konzept, was leider im Blog-Bereich zu wenig angenommen wurde, maximal 50 Nutzer haben dort über die Zeit geschrieben.

kandidatenwatch.de wurde gut von den meinsten Kandidaten bedient. Insbesondere die Spitzendkandidaten ließen kaum Fragen offen. Ein gutes Konzept, dass aber noch viel mehr publik gemacht werden muss, besonders von den Politikern und den Parteien selbst. Selten fand sich ein Link auf einer der Wahlkampfseiten, eine verpasste Möglichkeit.