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Endspurt Online – Landtagswahl in Thüringen 24. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Thüringen.
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Die Internetseite der http://cdu-thueringen.de/ ist optisch ansprechend und übersichtlich strukturiert. Den Wahlslogan „Hauptsache Thüringen“ findet man aber erst nach genauerem Hinsehen.  Für Interaktiviät soll wohl das http://www.team-thueringen.de/ herhalten. Hier findet man die interaktive Wahlkampfplattform der CDU Thüringen. Leider als geschlossene Gesellschaft, (fast) alles nur mit Anmeldung zu sehen – schade. Keine Hinweise auf das Team Thürigen in den offenen sozialen Netzwerken. So überzeugt man niemand. Die Seite des Spitzenkandidats http://www.dieter-althaus.de/ zeigt wenig konzeptionelle Veränderungen zum letzten Test, immer noch die rotierenden Strahlen,  mir gefällt das immer noch nicht.

Die SPD will mit www.thueringen09.de  die „Neue Kraft für Thüringen“  sein (ich dachte, die Kraft hätte die CDU im Bund gepachtet???) YouTube, Twitter, Facebook, Flickr sind eingebunden. Alles schön übersichtlich und auf den Wahlkampf zentriert. Die Seite des Spitzenkandiaten www.christoph-matschie.de hätte allerdings auffälliger verlinkt werden können, auf jeden Fall finde ich nun eine erheblich verbesserte Seite, mit dem aktuellen Tweet als Sprechblase und Links zu allen sozialen Netzwerken. Schön gemacht.

Die FDP will „Thüringengerecht“ sein oder werden?  Unter  www.fdp-thueringen.de  findet sich ein Twitterfeed mit unterschiedlichen Twitterern, allerdings mit komischer Auswahl – Solms ist doch kein Thüringer? Links zu den sozialen Netzwerken (Twitter „Follow me“  führt allerdings zum Generalsekrtär P. Kurth) sind schön eingebunden. Ansonsten wirkt es alles noch etwas unstrukturiert, die Grafiken sind ab und an recht pixelig.  Insgesamt wenig Focus auf Landtagswahl, alles ist mehr auf den Bundestagskandidaten und die Bundestagswahl ausgerichtet. Die Verlinkung zum Spitzenklandidat zur Landtagswahl ist dann entsprechend unaufällig und  www.uwe-barth-thueringen.de  eine lieblos gemachte Seite aus dem Baukasten, es gibt keine Einbindung von sozialen Netzwerken oder Interaktivität. Das passt so gar nicht zu der Seite des Landesverbandes.

B90/Die Grünen haben mit http://www.sommergruen.de/ eine typisch grüne Seite im Netz. Und „Alt raus – GRÜN rein!“  ist doch mal ein Slogan, treffend und witzig! Viele Videos sind hier zu finden und eine unscheinbare (und als solches kaum zu erkennende) Einbindung eines Twitter-Feeds. Die Kandidaten verweisen bei ihrer persönlichen Vorstellung teilweise auf ihre Facebookseite. Insgesamt wirkt die Seite etwas unausgegoren. Die Spitzenkandidatin  Astrid www.rothe-beinlich.de  verlinkt auf ihrer persönlichen Seite lediglich auf Twitter, allerdings wieder ohne direkte Einbindung. Mehr an Interaktivität ist ist dann auch nicht mehr zu finden.

Die Seite www.die-linke-thueringen.de  ist gleich auf Wahlkampf und ihren Spitzenkandidaten eingestellt. So schön verlinkt hat sonst keine Partei auf ihren Spitzenkandidaten. Unter „vernetzt“ findet sich beiden Modulen links ebenfalls ein unscheinbarerer Hinweis auf die Linke Thüringen in den sozialen Netzwerken. Ganz unten dann noch ein etwas schönerer Hinweis auf den Youtube Kanal.  An der Seite vom Spitzenkandidaten der Linken http://www.bodo-ramelow.de/ hat sich in den letzen Monaten nicht viel geändert, ein nettes Blog mit etwas zu versteckten Links auf Aktivitäten des Kandidaten in den sozialen Netzwerken. Er bleibt damit der einzige Spitzenkandidat der sich auf seiner Internetseite auf eine direkte Kommunikation einlässt.

Das Portal Liberal im neuen Gewand 18. August 2009

Posted by Sylvia Braun in relaunch, Website.
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Gerade noch rechzeitig zur Bundestagswahl haben auch die Liberalen ihrer Internetseite „Portal Liberal“ ein neues Gesicht und neue Funktionen verpasst. Der erste Eindruck ist eher ernüchternd, ein sehr minimalistisches Design, wenig Farbe, klassische Navigation. Der Inhalt sorgt dann aber doch für Überraschungen. Die FDP räumt Twitter und Facebook einen großen Raum ein. So ist es möglich, Artikel oder Seiten direkt auf Twitter oder Facebook zu empfehlen. Außerdem kann jeder Artikel kommentiert werden und auf Wunsch durch „facebook connect“ auch bei Facebook erscheinen. Die Tweets der promineteste FDP-Bundes- Twitterer (über die Auswahl kann man streiten) werden in einer Art Twitterwall zusammengefasst – und das als Unterpunkt des ersten Menüpunktes „News“. Außerdem sind unter diesem Punkt  weitere Twitternutzer (MdBs, Verbände) gegliedert aufgelistet und verlinkt. Einen weiteren großen Raum erhalten die liberalen Blogs, vom Blog der Bundestagsfraktion bis hin zu Blogs von freiwillig engangierten Liberalen. Wobei mir hier nicht klar ist, warum die Blogs einmal einen Unterpunkt bei „News“ und dann nochmal bei „Mitmachen“ haben. Gelungen ist auch das Videoportal, die Videos sind sortiert nach Bewertung, Thema, Meistgesehen.  Immer mit dabei ist in der linken Seitenleiste die Verlinkungen zum FDP-Netzwerk  Mitmacharena, zum Spendenmodul und zu Facebook, Youtube, Twitter und Co. – hier wird allerdings nicht sofort verlinkt, sondern zunächst auf eine Unterseite mit Auflistungen der verschiedenen Kanäle und Gruppen,  z.B. sind verschiedene FDP Facebook-Gruppen aufgeführt.  Unter „Vor Ort “ werden u.a. die Landesverbände (z.B. Sachsen) ebenfalls interaktiv vorgestellt, per RSS sind die neuesten Nachrichten eingebaut und -falls vorhanden- ein dazugehöriger Twitter-Feed. Mein Fazit: Gestalterisch keine sehr auffällige Seite, die aber in Bezug auf  die Einbindung von Web 2.0 Elementen sicherlich Maßstäbe setzen wird.  

Endspurt Online – Landtagswahl in Sachsen 17. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, sachsen, Wahlkampf.
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Die CDU  hat ihre Internetpräsenz www.cdu-sachsen.de komplett erneuert – was ja auch dringend nötig war. Die Idee mit der Wahlstrasse ist nicht schlecht, aber wohl eher etwas für erfahrere Nutzer mit hoher Rechnerkapazität. Der Spitzenkandidat (Der Sachse) hat ebenfalls eine erneuerte Seite, im gleichen Design der Parteiseite. Außer Links zu Youtube und Flickr finden sich keine Links zu sozialen Netzwerken. Mir fällt auf,  das bei einem Klick auf einer Rubrik sich gleich eine neue Seite öffnet, dabei wollte ich doch nur auf der Seite navigieren. So hat man ganz schnell viele geöffnete Fenster, das ist ärgerlich und nervt.  Unter „Mitreden“ findet sich eine Auswahl an Themen zu denen man Antworten kann und Anregungen geben kann. Nicht schlecht, leider fehlt mir hier die Transparenz. Wie wurde von anderen Nutzern abgestimmt, welche Anregungen gibt es, wie sind die Reaktionen darauf.  Auf der Seite von  Tillich gibt es auch die Rubrik „Mitreden“, doch hier wird auf Pressemitteilungen ohne Kommentarfunktion verwiesen. Die Rubrik „Mitmachen“ verlinkt zur Seite www.sachsenstark.de, eine Unterstützerinitative. Hier gibt es u.a. eine Unterstützerliste mit derzeit knapp 600 angemeldeten Nutzern. Prinzipiell haben die Seiten der CDU Sachsen einige gute Ansätze zur Kommunikation mit dem Nutzer, leider sind viele Sachen handwerklich nicht optimal oder auch einfach schlecht umgesetzt.  Die Stuktur der Seiten verwirrt, besonders durch die ständig neu geöffneten Fenster und die gleich benannten Rubriken, die aber oft ein anderes Ziel oder Inhalt haben.

Die SPD in Sachsen unter  www.spdsachsen.de hat es sich mit ihrem Slogan „Anpacken. Für Sachsen“ ziemlich einfach gemacht, der Slogan zur Bundestagswahl einfach regionalisiert. Die Seite wurde offensichtlich mit einem SPD-Baukastenssystem gemacht und ist dadurch recht übersichtlich geworden. Der Youtube Kanal ist auf der Startseite eingebunden, die restlichen Verlinkungen finden sich erst unter „Mitmachen“ bei „Vernetzen Sie sich“ – vielleicht ein wenig zu versteckt? Bei genauerem Hinsehen sehe ich dann doch die Verlinkungen zu Twitter, facebook und Co. am unteren Ende der unteren Menüleiste – leider scrollt man da meist nur selten hin. Das hat www.thomas-jurk.de dann in Bezug auf Twitter durch die direkte Verlinkung etwas besser gelöst. Eine Unterstützerliste  gibt es auch, eine Zahl über die aktuellen Mitglieder wird (vermutlich aus gutem Grund, ich zähle aktuell 16 Unterstützer) geschwiegen.

Die FDP www.fdp-sachsen.de  will  „Stark für Sachsen“ sein. Die Seite hat eine Seitenleiste, worüber Twitter und Youtube eingebunden sind. In der unteren Leiste befinden sich die Social Bookmarks zu Facebook und Co. Eigentlich nicht schlecht gelöst. Unter „Mitmachen“ sind dann allerdings die Informationen und Möglichkeiten eher dünn. Der Spitzenkandidat hat eine eigene Rubrik, einen eigenständigen Auftritt hat er nicht (www.holger-zastrow.de wird auf die Startseite www.fdp-sachsen.de weitergeleitet).

B90/Die Grünen unter www.gruene-sachsen.de  beanspruchen mit „Wenn du was ändern willst“ mal wieder einen typischen Oppositionsspruch für sich. Die Seite es übersichtlich in klassischem grünen Design. Unter Wahlen finden sich interssante Aktionen. Man wird aufgefordert, selbst eine Kampagne zu starten und davon ein Bild zu veröffentlichen. Über eine interaktive Karte kann man sich diese Fotos ansehen. Das ist witzig. Youtube, Twitter und Facebook sind selbstverständlich eingebunden. Und man hat die Möglichkeit ein Plakat zu spenden.  Die Spitzenkandidatin Antje Hermenau hat auf ihrer Seite zur Wahl www.antje-hermenau.de/landtagswahl-2009.html nicht ganz so viele interaktive Elemente, aber sie hat schöne Verlinkungen („Antje bei Facebook unterstützen“) zu sozialen Netzwerken in der unteren Leiste.

Die Linke in Sachsen will unter www.dielinke-in-sachsen.de  „Der eigenen Kraft vertrauen“. Unter „mitmachen“ darf man allerdings nur in die Partei eintreten. Außer einem eingebundenen Twitterfeed finden sich keine weiteren Hinweise auf die Linke Sachsen in den sozialen Netzwerken. Auf den Spitzenkandidat wird mit einem Wahlplakat verlinkt auf http://www.andre-hahn.eu ,  er hat hier (neben den üblichen Infos) ein Blog , allerdings ohne Kommentarfunktion. Ansonsten gibt es hier keine Twittereinbindung und ebenfalls keine Hinweise zu sozialen Netzwerken.

Endspurt Online – der Landtagswahlkampf im Saarland 12. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Saarland.
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Nur noch wenige Tage bis zur Landtagswahl im Saarland. Ein Grund noch mal einen Blick auf die Internetseiten der fünf im Bundestag vertretenen Parteien werfen:

Die CDU tritt mit dem Slogan „Wenn´s drauf ankommt“ an – naja, kein Brüller und wenig aussagekräftig.  Die Vorliebe zum Apostroph scheint im Saarland ja verbreitet zu sein (siehe SPD-Slogan), ob es an der Nähe zu Frankreich liegt? Die Seite der www.cdu-saar.de ist nicht weltbewegend, aber immerhin ist dort auch ein wenig Wahlkampf zu sehen, bzw. hat man beim Ansteuern dieser Adresse die Wahl zwischen der CDU-Seite und der Seite des Spitzenkandidates www.peter-mueller.de. An dieser Seite hat sich vom Konzept her nicht viel in den letzen Monaten verändert (das Element mit den „bewegten“ Elementen ist für mich eher ein Rückschritt), leider fehlen einige aktuelle Verlinkungen gerade im interaktiven Bereich. Auf die eigene Seite des Webcamps des Peter Müller Teams wird nach meiner Meinung nicht ausreichend hingewiesen. Die Seite des Webcamp www.pmt09.de ist übersichtlicher strukturiert, Twitter und FlickR sind direkt eingebunden. Hinweise auf Gruppen in sozialen Netzwerken (Schwerpunkt wkw mit über 1800 Mitgliedern) sind vorhanden (bei wkw nicht richtig verlinkt), wobei Facebook weiterhin ausgespart bleibt und Peter Müller selbst weiterhin nirgends aktiv zu sein scheint.

Der Slogan  der SPD „Wir machen´s“ wirft für mich Fragen auf,  was wollen sie den machen? Machen sie es mit der Linkspartei, oder was??? Die Abkürzung WMTeam finde ich auch nicht wirklich gelungen, das ist einfach besetzt und passt nicht zueinander. Die Seite der Partei unter www.spd-saar.de wirkt wie eine gute Wahlkampfseite, es gibt  eigene Kategorie für die Landtagswahl, den Spitzenkandidaten (Link) und die Bundestagswahl. Die Seite ist nicht überfrachtet und hat ganz oben und ganz unten eine Leiste mit alle Social Network Verlinkungen und anderen netten Anwendungen. Im Zentrum aber immer der Spitzenkandidat www.heiko-maas.de, der „neue Mann“ (das mit dem „neu“ kennen wir noch aus Hessen, ich habe nie verstanden, was daran werbewirksam sein soll). Seine persönliche Seite hat sich vom Prinzip seit der letzten Betrachtung auch nicht mehr viel verändert. Verlinkungen zu Social Networks und die Einbindung der Tweets wurden noch eingefügt. Heiko Maas setzt neben wkw (Gruppe über 1600 Mitglieder)  auch auf facebook und ist in beiden Netzwerken auch persönlich (bei wkw über 1900 Bekannte) vertreten. Warum wkw hier genau so schlecht verlinkt ist, wie beim Peter Müller Team ist mir wirklich ein Rätsel.

FDP – „Politik für dich“, ob das der Slogan sein soll? Und ob das Duzen bei allen Wählerschichten ankommt?   Auf jeden Fall sind die Testimonials auf der Startseite von www.fdpsaar.de im Memory-Design eher peinlich, eine Flucht ist nur über einen kleinen Link zu eigentlichen Seite möglich. Die anderen Inhalte hinter den Memory-Feldern (unter anderem auch Links zu sozialen Netzwerken)  findet dann auch nur ein fortgschrittener Nutzer, der sich von den Testimonials nicht abschrecken lies (so ging es mir zunächst). Die klassisische Seite dann hat nach meinem Empfinden eine chaotische Stuktur, es findet sich kein Hinweis auf Wahlkampf. Auch kein promineter Link zur Seite des Spitzenkandidaten www.christoph-hartmann.net – den mußte ich erst googeln. Seine Seite ist etwas übersichtlicher, aber die Verlinkungen zu Social Networks sind bei Kontakt versteckt. Nur die Tweets und Facebook sind auf der Startseite – allerdings etwas ungklücklich – eingebunden.

B90/Grüne – mit dem Slogan „Zeit für Veränderung“, der für eine Oppositionspartei wohl immer passt. Die Seite der Partei unter http://partei.gruene-saar.de/ ist ziemlich altbacken, da ist wohl mal ein Relaunch fällig. Aber es wird immerhin auffällig hingewiesen auf die Wahlkampfseite http://saarland-veraendern.de/, die sich im Design der Bundespartei präsentiert (ich kann mich mit diesem unruhigen Hintergrund einfach nicht anfreunden), unglücklich angeordnete Elemente, denn auf den Folgeseitensind erst nach runterscrollen die Twitter und FlickR Elemete sichtbar. Aber immerhin gibt es sie.

Die Linke hat unter www.dielinke-saar.de  eine klassiche Seite aus dem Baukastensystem der Partei mit zentralem Hinweis auf den Wahlkampf und die Wahlkampfseite www.oskar-waehlen.de -ob das der Slogan ist? Die Seite hat auf jeden Fall ein paar Verlinkungen zu Social Networks (wkw auch hier blöd verlinkt), Twitter wird jedoch wohl nicht genutzt. Die persönliche Seite von http://www.oskar-lafontaine.de (dazu habe ich ja im Kommentar vom 30.07.09 zum meinem Artikel vom April etwas gesagt – das Baguette-Foto ist für mich immer wieder ein Brüller) wird nun auf die Wahlkampfseite umgeleitet, das war vor 2 Wochen noch nicht so und sicherlich eine vernünftige Maßnahme.

Bundestagswahl 2009 – Wahlkreis 180 Hanau 21. Juli 2009

Posted by Sylvia Braun in Bundestagswahl.
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Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl. Ich habe mir mal die Aktivitäten im Netz der Bewerber für das Direktmandat in meinem Wahlkreis (WK 180 Hanau) genauer angesehen. Bei der letzten Bundestagswahl gab es hier ein Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und CDU Kandidat (damals jedoch nicht Tauber), das knapp von Sascha Raabe gewonnen wurde.

CDU – Dr. Peter Tauber
www.petertauber.de – Eine klassische Baukasten-Seite mit einigen Verlinkungen zu wkw, facebook und twitter. Bei  wkw aktuell 802 Bekannte (jedoch unglückliche verlinkung und „dr.“  falsch platziert), Gruppe Tauber für uns nach Berlin  mit 371 Mitgliedern (aber nicht direkt verlinkt). Bei Facebook 227 Bekannte, die Gruppe Dr. Peter Tauber – für uns nach Berlin hat 154 Mitglieder. Follower bei Twitter aktuell: 182.

SPD – Dr. Sascha Raabe (MdB)
www.sascha-raabe.de – ebenfalls eine klassiche Baukasten-Seite, Verknüpfung mit einem Youtube-Channel (2 Abonnenten, 451 Aufrufe). Keine Hinweise auf soziale Netzwerke. Zu finden ist er jedoch trotzdem bei wkw mit 716 Bekannten und einer Gruppe Sascha Raabe für uns in Berlin mit 368 Mitgliedern. Eine Facebook Seite gibt es  auch – allerdings keine Möglichkeit für Nicht-Freunde die Freundesliste einzusehen.

FDP – Conrad Buchholz
www.conrad-buchholz.de – ein WordPress-Blog in ohne klassichen FDP-Farben. Keine Hinweise auf Aktivität in sozialen Netzwerken, dabei muß er sich mit 623 Bekannte  bei wkw nicht hinter seinen Mitbewerbern verstecken.

Grüne – Reiner Bousonville
www.reiner-bousonville.de – grünes Design aus dem letzten Jahrtausend ohne Interaktivität. Keine Verbindungen bei wkw oder facebook gefunden

Linke – Werner Dreibus (MdB)
www.werner-dreibus.de – Pflichtseite des Bundestagsabgeordneten mit wenig persönlichen Inhalten und keiner Interaktivität. Keine Aktivitäten bei wkw oder Facebook festzustellen.

Interessant ist, dass Sascha Raabe als prominenter Bundestagsabgeordneter und sicherlich auch fotogener Kandidat nicht über mehr Kontakte in den sozialen Netzwerken verfügt und das Konzept seiner persönlichen Internetseite deutlich überholt ist . Die Kandidaten der kleinen Parteien (von denen wohl keiner realistische Chancen auf das Direktmandat hat) investieren nicht viel Zeit in den Online-Wahlkampf. Am interaktivsten ist da noch der Blog von Conrad Buchholz, eine direkte Kommunikation scheint hier wirklich gewollt zu sein, auch wenn die Nutzer sich bisher noch zurückhalten.

Update 20.08.09
Peter Tauber hat das Dr. aus wkw (836 Bekannte) entfernt – sieht doch gleich besser aus-, der Twitterfeed ist direkt eingebunden und er hat nun eine Unterstützerseite online. Wirklich eine nette Idee, Fotos der Unterstützer in einem einheitlichem Rahmen  mit persönlichem Statement (aktuell von 62 Personen).

Conrad Buchholz hat nun eine direkte Verlinkung zu seiner Seite bei wkw (646 Bekannte).

Reiner Bousonville leitet nun seine Domain um auf eine Unterseite von B90/Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis – nur ob das besser ist??? Interaktiver ist es auf jeden Fall nicht.

Die Zahl der Bekannten (Unterstützer) bei wkw von allen hier vertretenen Kandidaten (Sascha Raabe aktuell 802 Bekannte) hat sich wenig verändert , aber der aktive Wahlkampf wird auch jetzt erst richtig beginnen.

Update am Wahlabend 23.00 Uhr
Keine Aktivitäen im Netz bei den Kandidaten zu erkennen.

Vorläufiges amtliches Endergebnis für den WK 180:
CDU 32,6 (-2,5), SPD 24,1 (-10,3), FDP 17,4 (+5,7), Grüne 11,1 (+2,0) Linke 8,7 (+3,2)
Gewählt: Dr. Peter Tauber (CDU)

Und am Morgen danach? (Stand 10.30 Uhr)
Immer noch Funkstille auf fast allen Kanälen. Bei Twitter wird von Peter Tauber noch von einem Essen bei Burger King zum Wahlkampfabschluß lesen, auf seiner Internetseite läuft noch ein Ticker mit dem Wahlaufruf.  Bei Sascha Raabe hat sich an der Internetseite auch noch nichts verändert, ebenso wenig wie bei Rainer Bousonville und Werner Dreibus. Tauber und Raabe haben auch an ihren Seiten/Gruppen bei wkw und Facebook nichts verändert.  Conrad Buchholz hat das Wahlergebnis des Wahlkreises online und bedankt sich bei den Wählern.  

tauberweb

taubertwitter

buchholzweb

 

 

Mir ist ja klar, dass hier dem einen oder anderen mehr oder weniger nach Feiern zu mute ist. Doch gerade der Gewinner des Direktmandates sollte doch mit seiner Möglichkeit über Twitter und den Ticker eine kleine Information vom Wahlabend los werden. Für zahreiche SMS war sich auch Zeit und zur Not kann man das auch mal deligieren. Muß ja nicht viel sein, bei anderen Kandidaten ging das auch: z.B. Kristina Köhler oder Christoph Schnurr.  

Twitter und Politik – nicht nur heiße Luft! 17. Mai 2009

Posted by Sylvia Braun in twitter.
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Der Artikel in der Sonntags FAZ (140 Zeichen heiße Luft) vom 17. Mai veranlasst mich nun doch, meine Ansichten zu Twitter und Politik mal darzustellen. Ich bin, wie vermutlich der FAZ-Redaktuer auch, ein Nicht-Eingeborener des Netzes (d.h. ich weiß noch gut, wie man ohne dieses Medium überleben konnte) und war zunächst sehr skeptisch dem Konzept Twitter gegenüber.

Wie kam ich zu Twitter? Daran war TSGhessenspd schuld – der Fake des Twitter-Accounts von Thorsten Schäfer-Gümel im hessischen Kurzwahlkampf 2009. Das war witzig und lohnte der weiteren Verfolgung. Im Laufe der Zeit verfolgte ich dann immer mehr interessante Tweets und hatte meinen Spaß daran. Aber nicht nur das. Für die Bebobachtung von Stimmungsbildern, das Erhalten von neuen Informationen und natürlich nicht zuletzt die Möglichkeit jemand direkt seine Meinung sagen zu können, macht das Medium Twitter Sinn. Und hier liegt auch der Nutzen für die Politik und die Politiker.

Natürlich ist Twitter ein Medium, dass noch nicht von sehr vielen Menschen genutzt wird und auch hier gilt, wie bei vielen Web 2.0 Anwendungen, die Jungen sind hier natürlich in der Mehrheit. Als Politiker werde ich mit einem Infostand oder einem Flyer mehr Leute erreichen – noch. Es wird sich ändern, die Generation Internet die „digital natives“ werden älter und bringen ihre Art Informationen zu sammeln und sich so eine Meinung zu bilden mit in die breiten Wählerschichten. Und da ist jeder gut beraten, sich informiert zu halten und sich auszuprobieren.

Das hier nicht jeder mitmachen wird, ist ganz normal. Denn jeder Mensch hat nun mal unterschiedliche Interessen und Vorlieben. So wird man auch Twitter mögen und nutzen oder auch nicht. Augezwungenes Getwitter wird schnell entlarvt, wie gut am Fall Schäfer-Gümbel zu sehen ist. Als Wahlkampfmittel eingesetzt, durch die Mithilfe von Titanic über den Fake zum Erfolg in Sachen Bekanntheitsgrad, nach der Wahl Funkstille und dann Belanglosigkeiten, wo der Unterschied zwischen dem Original dem Fake nicht mehr wirklich zu erkennen ist. Deshalb finde ich es auch nicht negativ, dass es Politiker gibt, die sich das ansehen und dann nicht weitermachen, wenn es ihnen nicht zusagt. Außerdem darf man nicht verkennen, dass jemand der nicht mehr twittert, wohl aber doch Tweets regelmässig lesen kann.

Für die Streuung von Informationen und den Austausch mit dem Wähler halte ich Twitter für einen interessanten Kanal. Z.B. zu Parteitagen komme so Infos direkt und unmittelbar zu den Daheimgebliebenen. Niemand ist mehr auf einen SMS Infodienst eines Bekannten vor Ort angewiesen oder muss warten, wie die Informationen den klassischen Medien ins Programm passen. Noch dazu gibt es persönliche Eindrücke wieder und man hat das Gefühl irgendwie dabei zu sein. Dieses Gefühl Dabeizusein, das Gefühl Mitmachen zu können, das Gefühl mit der eigenen Meinung nicht allein im Universum zu sein – das ist der eigentliche Reiz von Twitter. Ich sehe z.B. den Eurovision Songcontest – viele Twitterer auch und geben ihre Kommentare ab – sehr unterhaltsam. Ich halte eine politische Entscheidung für falsch und finde schnell andere Gleichgesinnte – aber auch Argumente aus anderer Perspektive (z.B. zum Thema Internetzensur, Opel, etc.). Das kann ungemein interessant und weiterbildend sein. Auf jeden Fall ermöglich es, wenn man will, einen Blick über den Tellerrand (wenn man natürlich nur Gleichgesinnten folgt, entfällt dieser Aspekt).

Ein interessanter und gefährlicher Aspekt für Politiker ist aber auch, dass man die Persönlichkeit auch hinter den 140 Zeichen erkennen kann und so Sympathie oder Antipathie empfinden wird. Ein Effekt, der sich bei mir persönlich in vielen realen Begegnungen nach den virtuellen bestätigt hat. Deshalb gilt hier ganz besonders, man muss mögen was man macht, in der Politik und im Netz.  Ob sich Twitter halten und durchsetzten wird – wer weiß das schon. Jeder sollte sich sein eigenes Bild vom Nutzen dieses Mediums machen. Das hier nur heiße Luft verbreitet wird halte ich für eine sehr oberflächliche These, es kommt eben immer darauf an, was man macht und wie man es nutzt.