jump to navigation

Nachwehen zum Politcamp 10 22. März 2010

Posted by Sylvia Braun in Veranstaltungen.
Tags: , ,
trackback

Das war es dann also. Das Politcamp10 ist vorbei. Beim Politcamp09 konnte der Charme der Premiere noch über ein paar Probleme hinwegtäuschen, denn für mich persönlich stellte sich diesmal hin und wieder tatsächlich die Frage, ob ich für solche Veranstaltung nicht doch zu alt und pragmatisch bin. Und ob mir die Richtung gefällt, die das Politcamp in diesem Jahr eingeschlagen hat, weg von den allgemeinen Netzthemen zur vermehrten Diskussion über Netzpolitik? Und ein paar Sachen sind im Vorjahr definitiv besser gelaufen (z.B. Vorbereitung und Veröffentlichung der Sessionplanung – da war mixxt irgendwie besser).

Nach meinem Eindruck wird es weiter schwer werden mit den überparteilichen Veranstaltungen. Ein paar von uns haben vielleicht in ihrem Leben ein paar Folgen zu viel Star Trek gesehen und haben deshalb die Vision von der  Toleranz anderer Meinungen im Sinne des großen Ganzen. Davon scheinen wir aber dann doch noch weit weg. Die Frage ist nur, sollen wir es weiter versuchen oder sollen wir mit diesen Visionen (wie das ein großer Sozialdemokrat mal gesagt hat) besser zum Arzt gehen?

Denn traurig fand ich ab und an schon ein paar hämische Twitter-Kommentare, die nicht gerade von Toleranz und sachlicher Diskussionskultur gezeugt haben. Aber wie gesagt, vielleicht bin ich dafür tatsächlich zu alt und zu pragmatisch, mir würden ähnlich gelagerte Kommentare über den politischen „Gegner“ nicht über die Tastatur kommen.

Vielleicht sollen wir uns aber auch vom Konzept Barcamp verabschieden – den eigentlich ist es das ja auch nicht mehr. Die Einbindung von Politikern macht eine längerfristige Planung nötig. Das passt den einen gar nicht und geht den andern nicht weit genug. Warum also nicht aus der Unkonferenz das „Un“ streichen – eine Sessionplaung könnte man auch vorher organisieren . Denn wenn das Programm klarer ist, kommen auch nur diejenigen, die sich wirklich und ernsthaft dafür interesssieren und an einem Austausch interessiert sind. Nach meinem Geschmack könnten das auch weniger netzpolitische Diskussionen sein, sondern mehr machen über das Potenzial des Netzes für die Zukunft, über Tools, deren praktische Anwendung und Auswirkung auf die Gesellschaft? Ich persönlich fand letzteres immer spannender und weniger parteipolitisch geprägt. Ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird. Der Bedarf an einem konstruktiven Austausch ist ganz sicher da.

Durch die Einbindung in die Orga konnte ich dieses Jahr aber leider nicht so viele Sessions besuchen, wie ich das im letzten Jahr getan habe. Der größte Gewinn für mich waren aber ohnehin wieder die interessanten Menschen, die ich kennenlernen konnte und die anregenden Gespräche vor, zwischen und nach den Sessions.

Advertisements

Kommentare»

No comments yet — be the first.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: