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Der Tag danach – Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen 31. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Saarland, sachsen, Thüringen, Wahlkampf.
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Wie aktiv waren die Parteien am Wahlabend im Netz, wie sieht es am Tag danach aus?

Saarland
Die CDU dankt den Wählern auf der Startseite von Peter Müller– nix vom PMT über Twitter direkt nach der Wahl, erst am heutigen Morgen geht es weiter.  SPD Saar bringt zwei Tweets nach 18 Uhr – einmal Danke und einmal Fotos. Auf der Internetseite   ist der Slogan geändert „Danke, wir haben´s gemacht“. Heiko Mass  letzter Tweet ist jedoch einen Tag vor dem Wahltag. FDP Saar im Internet noch keine Veränderung.   Christoph Hartmann letzter Tweet ist der Wahlaufruf am Wahltag. B90/Die Grünen danken ihren Wählern auf der Wahlkampfseite. Mehrere Tweets von hier am Wahlabend. Auf der Wahlkampfseite der Linken noch keine Veränderung.

Sachsen
Bei der CDU Sachsen noch keine Veränderung auf den Internetseiten zu erkennen.  Die SPD Sachsen hat an ihrere Seite auch nicht geändert, der letzte Tweet ist vom 26.08.09, bei  Thomas Jurk vom 28.08.09. Die FDP hat auf  ihrere Internetseite das Ergebnis (mit pixeliger Danke-Grafik) und eine kurze Bewertung dazu online. Außerdem sind noch Bilder vom Wahlabend online. Letzter Tweet einen Tag vor der Wahl. Die Grünen haben auf ihrer Seite und der von Antje Hermenau das Video der „Danke“-Ansprache von der Wahlparty online. Zwei Tweets vom Wahlabend, Prgnose und Ergebnis. Die Linke hat eine große Grafik mit Danke-Text im Netz.

Thüringen 
Die CDU hat in ihren Kurzmeldungen (ein Twitterfeed) das Wahlergebnis online und hat den ganzen Abend die Ergebnisse der Wahlkreise getwittert. Sonst noch keine Veränderungen an der Seite.  Die SPD hat auf ihre Internetseite einen Danke-Text, drei Tweets gab es am Wahlabend. Die FDP hat über RSS einen Nachrichtenticker eingebunden und so aktuelle Meldungen zum Wahlausgang online. Es gab zahlreiche Tweets des Generalsekretärs Partick Kurth (und seines Teams) über den Verlauf des Wahlabends. Die Grünen haben eine Danke-Anzeige auf ihrer Wahlkampfseite, die Spitzenkandidatin Rothe-Beinlich hat in der Wahlnacht  einen Tweet abgesetzt. Die Linke hat ein Jubelbild vom Wahlabend online und hat am Wahlabend Ergebnisse, Stimmungen und Links getwittert.  Bodo Ramelow hat auch ein persönliches Statement online.

Meine Meinung:
Ich halte es für durchaus zumutbar, spätestens am morgen nach einer Wahl die Wahlergebnisse online zu haben, schön wären noch eine Stellungnahme und ein Dankeschön. Das war hier eher die Ausnahme.  Schade fand ich auch, dass man von den meisten Polit-Twitterern am Wahlabend nichts lesen konnte. Dabei wäre doch gerade das spannend gewesen. Aber offensichtlich ist der Follower nur vor 18 Uhr noch interessant – bis zur nächsten Wahl.

Stand 31.08.2009, 12.00 Uhr

Update 23.09.09
Fast alle nutzen Twitter regelmäßig oder wenigstens ab und an weiter, gerade auch für Infos zur Bundestagswahl und/oder den Koalitionsverhandlungen. Eingestellt haben das twittern allerdings Heiko Maas und die SPD Sachsen, Thomas Jurk hat seinen Twitter Account gelöscht.

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Mein Fazit zum Onlinewahlkampf #sst 28. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Saarland, sachsen, Thüringen, Wahlkampf.
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Für Homopoliticus.de habe ich meine Beobachtungen zu den Landtagswahlen im Saarland, in Sachsen und Thüringen zusammengefasst. Hier das dazugehörige Fazit:

Online-Wahlkampf bedeutet nicht die Anzahl der Unterstützer in den verschiedenen Netzwerken zu zählen. Es ist der Wille zur Kommunikation mit dem Wähler. Die Netzwerke können das nur erleichtern. Noch ist der Online-Wahlkampf über den Schwerpunkt des eingleisigen Informierens nicht wirklich hinaus gekommen. Eine Kommunikation findet in den seltensten Fällen statt, aus Angst vor Kontrollverlust lässt man zum Beispiel die Kommentarfunktion in einem Blog dann doch lieber deaktiviert. Wie man allerdings auch am Beispiel des Blogs von Bodo Ramelow an den doch recht dünn gesäten Kommentaren sehen kann, ist der Bedarf beim Wähler zur Kommunikation und der damit verbundenen öffentlichen Stellungnahme auch nicht besonders groß.

Erschwerend kommt hier noch hinzu, dass es sich gerade bei diesen drei Bundesländern um Länder handelt, die in der Nonliner-Studie in fast allen Bereichen auf den hinteren Plätzen rangieren, d.h. gerade hier die Nutzerzahlen von Online-Angeboten niedriger als in anderen Bundesländern sind.  Doch wie uns die vermittelte Nähe durch das Teilhaben am Leben der Kandidaten in unserer  Wahlentscheidung beeinflussen kann, ist schwer messbar. So kann mir ein Kandidat sympathischer oder unsympathischer werden, wenn ich z.B. über Twitter ein wenig an seinem Leben teilnehmen kann. Er wird in den aller meisten Fällen menschlicher werden und macht so eine pauschale Ablehnung wegen eines Parteibuches nicht so einfach. Einen ähnlichen Effekt kann ein funktionierendes Team (ein Weg, den die CDU offensichtlich gerne – mit unterschiedlichem Erfolg – geht) haben, dessen Engagement für den Kandidaten beeindrucken kann und diesen so besser aussehen lässt.

Einen Aha-Effekt wie ansatzweise im hessischen Onlinewahlkampf hat in diesen drei Wahlkämpfen auf jeden Fall gefehlt. Die Satire auf das Getwitter von Thorsten Schäfer-Gümbel durch Martin Sonneborn war eben diesbezüglich ein Glücksfall (oder eine geschickte Strategie??). Eine Aktion dieser Art hätte dem Onlinewahlkampf vielleicht noch einen Schub geben können, beeinflussen wird er auch diesmal wohl wieder kaum das Wahlergebnis.

Endspurt Online – Landtagswahl in Thüringen 24. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Thüringen.
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Die Internetseite der http://cdu-thueringen.de/ ist optisch ansprechend und übersichtlich strukturiert. Den Wahlslogan „Hauptsache Thüringen“ findet man aber erst nach genauerem Hinsehen.  Für Interaktiviät soll wohl das http://www.team-thueringen.de/ herhalten. Hier findet man die interaktive Wahlkampfplattform der CDU Thüringen. Leider als geschlossene Gesellschaft, (fast) alles nur mit Anmeldung zu sehen – schade. Keine Hinweise auf das Team Thürigen in den offenen sozialen Netzwerken. So überzeugt man niemand. Die Seite des Spitzenkandidats http://www.dieter-althaus.de/ zeigt wenig konzeptionelle Veränderungen zum letzten Test, immer noch die rotierenden Strahlen,  mir gefällt das immer noch nicht.

Die SPD will mit www.thueringen09.de  die „Neue Kraft für Thüringen“  sein (ich dachte, die Kraft hätte die CDU im Bund gepachtet???) YouTube, Twitter, Facebook, Flickr sind eingebunden. Alles schön übersichtlich und auf den Wahlkampf zentriert. Die Seite des Spitzenkandiaten www.christoph-matschie.de hätte allerdings auffälliger verlinkt werden können, auf jeden Fall finde ich nun eine erheblich verbesserte Seite, mit dem aktuellen Tweet als Sprechblase und Links zu allen sozialen Netzwerken. Schön gemacht.

Die FDP will „Thüringengerecht“ sein oder werden?  Unter  www.fdp-thueringen.de  findet sich ein Twitterfeed mit unterschiedlichen Twitterern, allerdings mit komischer Auswahl – Solms ist doch kein Thüringer? Links zu den sozialen Netzwerken (Twitter „Follow me“  führt allerdings zum Generalsekrtär P. Kurth) sind schön eingebunden. Ansonsten wirkt es alles noch etwas unstrukturiert, die Grafiken sind ab und an recht pixelig.  Insgesamt wenig Focus auf Landtagswahl, alles ist mehr auf den Bundestagskandidaten und die Bundestagswahl ausgerichtet. Die Verlinkung zum Spitzenklandidat zur Landtagswahl ist dann entsprechend unaufällig und  www.uwe-barth-thueringen.de  eine lieblos gemachte Seite aus dem Baukasten, es gibt keine Einbindung von sozialen Netzwerken oder Interaktivität. Das passt so gar nicht zu der Seite des Landesverbandes.

B90/Die Grünen haben mit http://www.sommergruen.de/ eine typisch grüne Seite im Netz. Und „Alt raus – GRÜN rein!“  ist doch mal ein Slogan, treffend und witzig! Viele Videos sind hier zu finden und eine unscheinbare (und als solches kaum zu erkennende) Einbindung eines Twitter-Feeds. Die Kandidaten verweisen bei ihrer persönlichen Vorstellung teilweise auf ihre Facebookseite. Insgesamt wirkt die Seite etwas unausgegoren. Die Spitzenkandidatin  Astrid www.rothe-beinlich.de  verlinkt auf ihrer persönlichen Seite lediglich auf Twitter, allerdings wieder ohne direkte Einbindung. Mehr an Interaktivität ist ist dann auch nicht mehr zu finden.

Die Seite www.die-linke-thueringen.de  ist gleich auf Wahlkampf und ihren Spitzenkandidaten eingestellt. So schön verlinkt hat sonst keine Partei auf ihren Spitzenkandidaten. Unter „vernetzt“ findet sich beiden Modulen links ebenfalls ein unscheinbarerer Hinweis auf die Linke Thüringen in den sozialen Netzwerken. Ganz unten dann noch ein etwas schönerer Hinweis auf den Youtube Kanal.  An der Seite vom Spitzenkandidaten der Linken http://www.bodo-ramelow.de/ hat sich in den letzen Monaten nicht viel geändert, ein nettes Blog mit etwas zu versteckten Links auf Aktivitäten des Kandidaten in den sozialen Netzwerken. Er bleibt damit der einzige Spitzenkandidat der sich auf seiner Internetseite auf eine direkte Kommunikation einlässt.

Das Portal Liberal im neuen Gewand 18. August 2009

Posted by Sylvia Braun in relaunch, Website.
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Gerade noch rechzeitig zur Bundestagswahl haben auch die Liberalen ihrer Internetseite „Portal Liberal“ ein neues Gesicht und neue Funktionen verpasst. Der erste Eindruck ist eher ernüchternd, ein sehr minimalistisches Design, wenig Farbe, klassische Navigation. Der Inhalt sorgt dann aber doch für Überraschungen. Die FDP räumt Twitter und Facebook einen großen Raum ein. So ist es möglich, Artikel oder Seiten direkt auf Twitter oder Facebook zu empfehlen. Außerdem kann jeder Artikel kommentiert werden und auf Wunsch durch „facebook connect“ auch bei Facebook erscheinen. Die Tweets der promineteste FDP-Bundes- Twitterer (über die Auswahl kann man streiten) werden in einer Art Twitterwall zusammengefasst – und das als Unterpunkt des ersten Menüpunktes „News“. Außerdem sind unter diesem Punkt  weitere Twitternutzer (MdBs, Verbände) gegliedert aufgelistet und verlinkt. Einen weiteren großen Raum erhalten die liberalen Blogs, vom Blog der Bundestagsfraktion bis hin zu Blogs von freiwillig engangierten Liberalen. Wobei mir hier nicht klar ist, warum die Blogs einmal einen Unterpunkt bei „News“ und dann nochmal bei „Mitmachen“ haben. Gelungen ist auch das Videoportal, die Videos sind sortiert nach Bewertung, Thema, Meistgesehen.  Immer mit dabei ist in der linken Seitenleiste die Verlinkungen zum FDP-Netzwerk  Mitmacharena, zum Spendenmodul und zu Facebook, Youtube, Twitter und Co. – hier wird allerdings nicht sofort verlinkt, sondern zunächst auf eine Unterseite mit Auflistungen der verschiedenen Kanäle und Gruppen,  z.B. sind verschiedene FDP Facebook-Gruppen aufgeführt.  Unter „Vor Ort “ werden u.a. die Landesverbände (z.B. Sachsen) ebenfalls interaktiv vorgestellt, per RSS sind die neuesten Nachrichten eingebaut und -falls vorhanden- ein dazugehöriger Twitter-Feed. Mein Fazit: Gestalterisch keine sehr auffällige Seite, die aber in Bezug auf  die Einbindung von Web 2.0 Elementen sicherlich Maßstäbe setzen wird.  

Endspurt Online – Landtagswahl in Sachsen 17. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, sachsen, Wahlkampf.
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Die CDU  hat ihre Internetpräsenz www.cdu-sachsen.de komplett erneuert – was ja auch dringend nötig war. Die Idee mit der Wahlstrasse ist nicht schlecht, aber wohl eher etwas für erfahrere Nutzer mit hoher Rechnerkapazität. Der Spitzenkandidat (Der Sachse) hat ebenfalls eine erneuerte Seite, im gleichen Design der Parteiseite. Außer Links zu Youtube und Flickr finden sich keine Links zu sozialen Netzwerken. Mir fällt auf,  das bei einem Klick auf einer Rubrik sich gleich eine neue Seite öffnet, dabei wollte ich doch nur auf der Seite navigieren. So hat man ganz schnell viele geöffnete Fenster, das ist ärgerlich und nervt.  Unter „Mitreden“ findet sich eine Auswahl an Themen zu denen man Antworten kann und Anregungen geben kann. Nicht schlecht, leider fehlt mir hier die Transparenz. Wie wurde von anderen Nutzern abgestimmt, welche Anregungen gibt es, wie sind die Reaktionen darauf.  Auf der Seite von  Tillich gibt es auch die Rubrik „Mitreden“, doch hier wird auf Pressemitteilungen ohne Kommentarfunktion verwiesen. Die Rubrik „Mitmachen“ verlinkt zur Seite www.sachsenstark.de, eine Unterstützerinitative. Hier gibt es u.a. eine Unterstützerliste mit derzeit knapp 600 angemeldeten Nutzern. Prinzipiell haben die Seiten der CDU Sachsen einige gute Ansätze zur Kommunikation mit dem Nutzer, leider sind viele Sachen handwerklich nicht optimal oder auch einfach schlecht umgesetzt.  Die Stuktur der Seiten verwirrt, besonders durch die ständig neu geöffneten Fenster und die gleich benannten Rubriken, die aber oft ein anderes Ziel oder Inhalt haben.

Die SPD in Sachsen unter  www.spdsachsen.de hat es sich mit ihrem Slogan „Anpacken. Für Sachsen“ ziemlich einfach gemacht, der Slogan zur Bundestagswahl einfach regionalisiert. Die Seite wurde offensichtlich mit einem SPD-Baukastenssystem gemacht und ist dadurch recht übersichtlich geworden. Der Youtube Kanal ist auf der Startseite eingebunden, die restlichen Verlinkungen finden sich erst unter „Mitmachen“ bei „Vernetzen Sie sich“ – vielleicht ein wenig zu versteckt? Bei genauerem Hinsehen sehe ich dann doch die Verlinkungen zu Twitter, facebook und Co. am unteren Ende der unteren Menüleiste – leider scrollt man da meist nur selten hin. Das hat www.thomas-jurk.de dann in Bezug auf Twitter durch die direkte Verlinkung etwas besser gelöst. Eine Unterstützerliste  gibt es auch, eine Zahl über die aktuellen Mitglieder wird (vermutlich aus gutem Grund, ich zähle aktuell 16 Unterstützer) geschwiegen.

Die FDP www.fdp-sachsen.de  will  „Stark für Sachsen“ sein. Die Seite hat eine Seitenleiste, worüber Twitter und Youtube eingebunden sind. In der unteren Leiste befinden sich die Social Bookmarks zu Facebook und Co. Eigentlich nicht schlecht gelöst. Unter „Mitmachen“ sind dann allerdings die Informationen und Möglichkeiten eher dünn. Der Spitzenkandidat hat eine eigene Rubrik, einen eigenständigen Auftritt hat er nicht (www.holger-zastrow.de wird auf die Startseite www.fdp-sachsen.de weitergeleitet).

B90/Die Grünen unter www.gruene-sachsen.de  beanspruchen mit „Wenn du was ändern willst“ mal wieder einen typischen Oppositionsspruch für sich. Die Seite es übersichtlich in klassischem grünen Design. Unter Wahlen finden sich interssante Aktionen. Man wird aufgefordert, selbst eine Kampagne zu starten und davon ein Bild zu veröffentlichen. Über eine interaktive Karte kann man sich diese Fotos ansehen. Das ist witzig. Youtube, Twitter und Facebook sind selbstverständlich eingebunden. Und man hat die Möglichkeit ein Plakat zu spenden.  Die Spitzenkandidatin Antje Hermenau hat auf ihrer Seite zur Wahl www.antje-hermenau.de/landtagswahl-2009.html nicht ganz so viele interaktive Elemente, aber sie hat schöne Verlinkungen („Antje bei Facebook unterstützen“) zu sozialen Netzwerken in der unteren Leiste.

Die Linke in Sachsen will unter www.dielinke-in-sachsen.de  „Der eigenen Kraft vertrauen“. Unter „mitmachen“ darf man allerdings nur in die Partei eintreten. Außer einem eingebundenen Twitterfeed finden sich keine weiteren Hinweise auf die Linke Sachsen in den sozialen Netzwerken. Auf den Spitzenkandidat wird mit einem Wahlplakat verlinkt auf http://www.andre-hahn.eu ,  er hat hier (neben den üblichen Infos) ein Blog , allerdings ohne Kommentarfunktion. Ansonsten gibt es hier keine Twittereinbindung und ebenfalls keine Hinweise zu sozialen Netzwerken.

Endspurt Online – der Landtagswahlkampf im Saarland 12. August 2009

Posted by Sylvia Braun in Landtagswahl, Saarland.
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Nur noch wenige Tage bis zur Landtagswahl im Saarland. Ein Grund noch mal einen Blick auf die Internetseiten der fünf im Bundestag vertretenen Parteien werfen:

Die CDU tritt mit dem Slogan „Wenn´s drauf ankommt“ an – naja, kein Brüller und wenig aussagekräftig.  Die Vorliebe zum Apostroph scheint im Saarland ja verbreitet zu sein (siehe SPD-Slogan), ob es an der Nähe zu Frankreich liegt? Die Seite der www.cdu-saar.de ist nicht weltbewegend, aber immerhin ist dort auch ein wenig Wahlkampf zu sehen, bzw. hat man beim Ansteuern dieser Adresse die Wahl zwischen der CDU-Seite und der Seite des Spitzenkandidates www.peter-mueller.de. An dieser Seite hat sich vom Konzept her nicht viel in den letzen Monaten verändert (das Element mit den „bewegten“ Elementen ist für mich eher ein Rückschritt), leider fehlen einige aktuelle Verlinkungen gerade im interaktiven Bereich. Auf die eigene Seite des Webcamps des Peter Müller Teams wird nach meiner Meinung nicht ausreichend hingewiesen. Die Seite des Webcamp www.pmt09.de ist übersichtlicher strukturiert, Twitter und FlickR sind direkt eingebunden. Hinweise auf Gruppen in sozialen Netzwerken (Schwerpunkt wkw mit über 1800 Mitgliedern) sind vorhanden (bei wkw nicht richtig verlinkt), wobei Facebook weiterhin ausgespart bleibt und Peter Müller selbst weiterhin nirgends aktiv zu sein scheint.

Der Slogan  der SPD „Wir machen´s“ wirft für mich Fragen auf,  was wollen sie den machen? Machen sie es mit der Linkspartei, oder was??? Die Abkürzung WMTeam finde ich auch nicht wirklich gelungen, das ist einfach besetzt und passt nicht zueinander. Die Seite der Partei unter www.spd-saar.de wirkt wie eine gute Wahlkampfseite, es gibt  eigene Kategorie für die Landtagswahl, den Spitzenkandidaten (Link) und die Bundestagswahl. Die Seite ist nicht überfrachtet und hat ganz oben und ganz unten eine Leiste mit alle Social Network Verlinkungen und anderen netten Anwendungen. Im Zentrum aber immer der Spitzenkandidat www.heiko-maas.de, der „neue Mann“ (das mit dem „neu“ kennen wir noch aus Hessen, ich habe nie verstanden, was daran werbewirksam sein soll). Seine persönliche Seite hat sich vom Prinzip seit der letzten Betrachtung auch nicht mehr viel verändert. Verlinkungen zu Social Networks und die Einbindung der Tweets wurden noch eingefügt. Heiko Maas setzt neben wkw (Gruppe über 1600 Mitglieder)  auch auf facebook und ist in beiden Netzwerken auch persönlich (bei wkw über 1900 Bekannte) vertreten. Warum wkw hier genau so schlecht verlinkt ist, wie beim Peter Müller Team ist mir wirklich ein Rätsel.

FDP – „Politik für dich“, ob das der Slogan sein soll? Und ob das Duzen bei allen Wählerschichten ankommt?   Auf jeden Fall sind die Testimonials auf der Startseite von www.fdpsaar.de im Memory-Design eher peinlich, eine Flucht ist nur über einen kleinen Link zu eigentlichen Seite möglich. Die anderen Inhalte hinter den Memory-Feldern (unter anderem auch Links zu sozialen Netzwerken)  findet dann auch nur ein fortgschrittener Nutzer, der sich von den Testimonials nicht abschrecken lies (so ging es mir zunächst). Die klassisische Seite dann hat nach meinem Empfinden eine chaotische Stuktur, es findet sich kein Hinweis auf Wahlkampf. Auch kein promineter Link zur Seite des Spitzenkandidaten www.christoph-hartmann.net – den mußte ich erst googeln. Seine Seite ist etwas übersichtlicher, aber die Verlinkungen zu Social Networks sind bei Kontakt versteckt. Nur die Tweets und Facebook sind auf der Startseite – allerdings etwas ungklücklich – eingebunden.

B90/Grüne – mit dem Slogan „Zeit für Veränderung“, der für eine Oppositionspartei wohl immer passt. Die Seite der Partei unter http://partei.gruene-saar.de/ ist ziemlich altbacken, da ist wohl mal ein Relaunch fällig. Aber es wird immerhin auffällig hingewiesen auf die Wahlkampfseite http://saarland-veraendern.de/, die sich im Design der Bundespartei präsentiert (ich kann mich mit diesem unruhigen Hintergrund einfach nicht anfreunden), unglücklich angeordnete Elemente, denn auf den Folgeseitensind erst nach runterscrollen die Twitter und FlickR Elemete sichtbar. Aber immerhin gibt es sie.

Die Linke hat unter www.dielinke-saar.de  eine klassiche Seite aus dem Baukastensystem der Partei mit zentralem Hinweis auf den Wahlkampf und die Wahlkampfseite www.oskar-waehlen.de -ob das der Slogan ist? Die Seite hat auf jeden Fall ein paar Verlinkungen zu Social Networks (wkw auch hier blöd verlinkt), Twitter wird jedoch wohl nicht genutzt. Die persönliche Seite von http://www.oskar-lafontaine.de (dazu habe ich ja im Kommentar vom 30.07.09 zum meinem Artikel vom April etwas gesagt – das Baguette-Foto ist für mich immer wieder ein Brüller) wird nun auf die Wahlkampfseite umgeleitet, das war vor 2 Wochen noch nicht so und sicherlich eine vernünftige Maßnahme.